Markdown Werkzeuge für den Rest von uns

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Tools
markdownpad

Markdown hat sich in den letzten Jahren zu einem mächtigen Werkzeug für alle entwickelt, die mit Texten arbeiten müssen. Ob Blogger, technische Redakteure oder sonst wer, der sich intensiv mit Texten befasst, Markdown ist das Schweizer Taschenmesser, um schnell und systematisch Texte zu verfassen und Texten Format zu geben – alles bei der Eingabe jedoch im Text.

Einen tollen Überblick über Markdown sowie dessen Einsatzgebiete und potentielle Tools haben Marcel Weiss und Johannes Kleske im Neunetz Blog/Podcast erstellt („Markdown Galore“) gegeben.

Jetzt ist es so, dass es am Mac Myriaden an nützlichen Editoren/Werkzeugen oder weiteren Hilfsmitteln gibt. Am Windows PC, den der ein oder andere (meistens beruflich) als Arbeitstier nutzt, sieht es etwas mau aus. Zwar hat Github seinem universellen Editor Atom auch einen Markdown Prozessor spendiert, jedoch so wirkliche Freude kommt nicht auf.

Eine freudige Ausnahme für alle die, die nicht mit Editoren a la vi(m) leben wollen ist Markdownpad. Das ist ein einfach zu nutzender, jedoch mächtiger Markdown Editor für Windows. Er bietet die diversen Annehmlichkeiten bei der Erstellung der Inhalte wie Buttons für die meisten Markdown Befehle, eine Instant Voransicht und ist in der Basisversion für nicht kommerzielle Anwendungen kostenlos. Die Pro Version gibt es für schmales Geld (aktuell 15$), dafür erhält man eingebauten PDF Export, Custom HTML Header und ein paar weitere Extras.

Ericsson leitet 5G-Forschungsprojekt der EU

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Mobilfunk
5g-ppp

Heise schreibt es und zitiert die Pressmeldung von Ericsson.

On a strategic level, METIS-II will provide the 5G collaboration framework within the 5G Infrastructure Public Private Partnership (5G-PPP) for a common evaluation of 5G radio access network concepts and a recommended 5G spectrum roadmap. It will also lead to the preparation of concerted actions toward regulatory and standardization bodies.

Das ist ein sinnvoller Schritt für die EU und die (letzte) Chance halbwegs auf einem technologischen Gebiet die Führung zu behalten. On es so ausgeht wird sich zeigen (“5G Netze – der Kampf um die Vormacht”).

Die 5g-PPP (5G-Infrastructure-PPP) ist das dazu eingeleitete Konsortium, in welchem besonders auch die diversen Telcos den Nachholbedarf aus der Annährung der IT und der Telco Welt (“Black Boxes”) nachholen:

Our vision is that in ten years from now, telecom and IT will be integrated towards a common very high capacity ubiquitous infrastructure, with converging capabilities for both fixed and mobile accesses.

Dem ist beispielsweise bei der Deutschen Telekom ein langjährige intensiver Austausch auf allen Ebenen vorangegangen. Und längst nicht alle Telekomikationsexperten der alten Schule verstehen die Disruption durch ihre margenstarken Player aus der “IT-Welt”, a la Google, facebook, amazon.

Warum Storage Hersteller sich neu erfinden müssen

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Allgemein

IDC hat sich die Verkaufszahlen der großen Storagehersteller angeschaut und kommt zu einem massiven Einbruch von –6%. Die installierten Volumen sind im Umkehrschluss um 17% gestiegen.

Das liegt sicherlich in der erhöhten “Density”, ergo größerem Volumen pro Disk, als auch mehr GB pro Flash-Devices etc. Gleichzeitig ist jedoch interessant, dass die ODMs (ODM – Original Design Manufacturer = Auftragsfertiger) im gleichen Zeitraum um 112% gewachsen sind.

“For example, the ODM segment, with its 112% year-on-year growth, has spiked to almost 6% of the total EMEA hardware storage market in the quarter, up from 3% in 1Q14. As a result, the companies focused around one of these high-growth segments have managed to keep afloat as opposed to big, more generalist ones.”

Das besondere daran ist, dass die Auftragsfertiger in der Regel die Lieferanten der Cloud Giganten wie Google, Amazon, usw. sind, und damit deren Volumen daher merklich gestiegen sind. Der “Move” zu Cloud Storage ist daher in vollem Umfang los gegangen. Die großen Storage Anbieter, wie EMC, NetApp und die anderen versuchen daher immer stärker auf zusätzliche Services über die “Spindeln” hinaus zu setzen.

Quo vadis Datacenter in Deutschland

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Datacenter

Nachdem die Besitzer der wirklichen Datacenter Betreiber immer weniger werden („Immer weniger wirkliche Datacenter Betreiber“), lohnt sich ein Blick auf die Datacenter Map für Frankfurt.

Die Anzahl der sogenannten Carrier unabhängigen oder neutralen Anbieter sinkt zwar nicht, aber die eigentlichen Besitzer bzw. Muttergesellschaft schrumpft merklich. Es bleiben NTT/e-shelter, Equinix/Telecity/Interxion und ein paar wenige sonst. Interessant sind die „jungen wilden“, wie Zenium (Vorsicht, Marketingtext) oder die wusys. Letztere haben einen interessanten Ansatz für ihr DC-AS71 überlegt, sie haben direkt auf dem Kraftwerk Campus der EVO gebaut – hohe Stromdichte garantiert.

Die großen US Giganten des Internets mieten sich bei einem dieser Anbieter unter. In Deutschland bauen sie nicht selbst. Dafür ist der Standort mit den Stromkosten nicht attraktiv genug. Die Telekom versucht weiterhin das State-of-the-Art Datacenter (Twin-Core Ansatz) in Biere/Magdeburg attraktiv für Konzern-externe Kunden zu machen.
Um strukturschwache Regionen zu fördern scheint es sicherlich ein sinnvollerer Ansatz als Regionalflughäfen; für Lau ist Biere aber nicht entstanden, siehe Golem:

Eine Unternehmensgruppe, bestehend aus Hannover Leasing als Investor sowie Ed.Züblin und der M+W als Bauarbeitsgemeinschaft, errichtet den Rechenzentrumsneubau, der vom Land Sachsen-Anhalt mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gefördert wird. Die Finanzierung erfolgt über ein Bankenkonsortium unter Führung der Bayern LB. Die Telekom-Sparte T-Systems wird das Rechenzentrum nach Fertigstellung anmieten und werde alle drei Jahre einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung investieren.

Immer weniger wirkliche Datacenter Betreiber

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Datacenter

NTT (Japan) hat sich im März die Mehrheit an e-shelter (deutsches Unternehmen) gesichert.

Später im März hat sich die britische TeleCity Group die niederländische Interxion geschnappt. Und nun folgt die nächste Konzentration, der amerikanische Datacenter Gigant Equinix greift nach TeleCity.

Das bedeutet im ersten Schritt eine unfassbare Konzentration der Datecenterbetreiber (also der richtigen Betreiber, die die Lokation auch selbst managen und nicht nur irgendwo untermieten).
Und im zweiten Schritt, im Zuge der Post-Snowden Ära bedeutet es banal, dass der deutsche De-CIX nahezu komplett bei einem amerikanischem Datacenter Besitzer betrieben wird.

5G Netze – der Kampf um die Vormacht

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Allgemein

Re/code hat vor einigen Wochen einen guten Punkt aufgebracht:

What is 5G Technology and What Does It Mean For Consumers? | Re/code

One of the big challenges facing 5G is standardization. There are already multiple groups working to come up with standards around interoperability, backward compatibility with older technologies (4G, 3G), and making sure the network will be future-proof. While many companies agree that a global standard is needed, whether they’ll be able to come together and agree on one is another story.

Der Kampf um die Vormacht der Mobilfunknetze ist auch immer politischer Natur. In den USA ist man immer noch (!) getroffen, dass Europa bei der ersten Generation (GSM) in der Führungsrolle war. Die europäischen Telkos und Telko-Lieferanten haben die (berechtigte) Angst bei den 5G Netzen gegen die Asiaten ins Hintertreffen zu geraten.

Auf der einen Seite ETSI für die europäischen Telkos und ARIB (Japan), TTA (Korea), CCSA (China) für Asien und die ATIS für die USA kämpfen um entsprechend schnelle Etablierung eines eigenen Standards.

Und für die Interoperabilität sorgt die 3GPP.

Xiaomi und die Apple Quartalszahlen

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Apple
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Die aktuellen Quartalszahlenvon Apple haben gezeigt, dass das zweite Quartal in der Apple Financial Year Sicht, also das erste Quartal nach dem westlichen Weihnachtsquartal, in Zukunft wahrscheinlich das wichtigste wird. Das liegt im Kern am extrem starken China Geschäft. Mit konkurriert Apple dort?

In den üblichen Medien wird oft vom chinesischem Apple berichtet, welches gemeinhin die Firma Xiaomi meint. Xiaomi ist ein Riese, viel mehr als ein reiner Handyhersteller. Wer kauft in China aber Geräte von Appple und wer von Xiaomi?

Meine zahlreichen chinesischen Kontakte berichten auf die Frage, warum sie ein iPhone 6 und kein Xiaomi Gerät erwerben, dass Xiaomi eine Marke für Teenager ist. Ich habe überwiegend mit gut ausgebildeten jungen (in den Zwanzigern) Chinesen zu tun und die sind anscheinend der Xiaomi Zielgruppe „rausgewachsen“. Interessant wird sein, ob die jetzige Xiaomi Kundenschaft (Teenager) mit der Marke mitwächst. Oder ob ab einem bestimmten Alter Xiaomi Geräte nicht mehr hipp sind.

iTunes Alben als Compilation

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Apple / iTunes
iTunes Compilation

Die Updates für OS X kommen ja mittlerweile im Jahrestakt. Die Qualität kann mit der „Release-Frequency“ leider nicht so ganz mithalten. Konkret beim Medien(un)organisator der Wahl iTunes.

Auch in Zeiten von Streaming Diensten hat der ein oder andere noch Titel in iTunes organisiert. Und wenn man über Jahre die diversen Meta-Daten gepflegt hat, wundert man sich, dass in neuen Versionen (ab 12.1.irgendwas) zum Beispiel Compilation Alben, also Alben mit mehreren Interpreten, nicht mehr als gesamtes Album angezeigt werden. Statt dessen hat man jeden Song einzeln.

Irgendwann einmal hatte iTunes hierzu einen Schalter angeboten, in der deutschen Fassung sinngemäß „Das Album ist eine Compilation von Titeln verschiedener Interpreten“. Wählte man nun alle Titel einer Compilation aus, klickte diesen Schalter, so waren diese wieder zu einem Album zusammengefasst.

Aktuell reicht das nicht mehr, zudem muss das Feld „Album-Interpret“ auch noch den Wert Various Artists haben, erst dann sind die Titel als Compilation zusammengefasst.

iTunes Compilation

iTunes Compilation

Apple präsentiert Watch

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Apple
Apple Watch, Quelle: http://www.apple.com/de/pr/products/apple-watch/Apple-Watch.html

Apple stellt die Apple Watch und das dazugehörige Zubehör Universum vor. Marcel Weiß schreibt dazu:

Entscheidend ist: Apple hat mit der Watch sowohl bei der Modell- als auch bei der Preis-Spannbreite alle für sie wichtigen Felder abgedeckt. Die Watch wird sicherstellen, dass die lukrativsten Plattformnutzer iOS-Nutzer bleiben oder noch werden, wenn sie es noch nicht sind. (Darüber hinaus entscheidet sich die Zukunft der Watch nicht bei der teuersten Variante sondern den zwei ‘unteren’ Collectionen. Dort muss die Masse der Nutzer für den mehrseitigen Markt entstehen.)

Das trifft es sehr gut. Ich finde zudem, dass Apple bei der Einführung der Watch herausragend zeigt, wie man die Kundensegmente perfekt bedient. Sie behalten den Massenmarkt im Fokus und schaffen doch das Gefühl des Statussymbols (wie die frühen iPhones) möglich zu machen. Mit der Watch Edition kann jeder der es möchte und kann, zeigen, dass er sich ein Luxusgut leisten kann. Und bleibt gleichzeitig auf der gleichen Plattform, die unten raus für den Massenmarkt dient (iOS).

Könnte mir gut vorstellen, dass es in naher Zukunft auch ein iPhone „Edition“ gibt. Und zwar wenn Apple (wieder) das Luxustelefonsegment aufrollen will. Dort tummelt sich sonst mit Abstrichen nur noch Vertu.